Wir haben ja nun schon einige hohe Gipfel beskitourt, doch ein 3’000ender fehlte bislang. Den Piz Beverin mit seinen knappen 3’000 himmle ich schon lange an – auch der war auf Carlos Liste an diesem Tag – doch die Schneelage war am Piz Dolf oder Trinserhorn (3’028 m) einfach noch etwas besser. Wow, Piz Dolf, ich jubelte und war voller Vorfreude … 🙂

Ein Prachtstag erwartete uns. Via Grauberg fuhren wir zur Segneshütte zu einer kurzen kleinen Stärkung.

Frische Piste vom Grauberg zur Segneshütte

Unterer Segnesboden – Tour führt zuerst den Spuren nach, dann rechts Hang rauf

Nach einigen Höhenmetern erreichen wir den oberen Segnesboden, welchen wir in seiner ganzen Länge überqueren. Schon bald präsentiert sich rechts der Piz Dolf und links die Tschingelhörner mit dem Martinsloch.

Vor dem Sardonapass biegen wir rechts ab und steigen über den Kamm zum Piz Dolf. Bisschen aufpassen links, da gehts ziemlich runter und bei einer Felspartie ist etwas Geschicklichkeit gefragt.

Wir konnten uns kaum satt sehen, welche Schönheiten sich um uns präsentierten. Die Sicht reichte bis ins Wallis! Doch irgendwann wurde uns kalt; zudem sollten wir den richtigen Moment für die Abfahrt erwischen, damit der erhoffte Firn am Cassons-Hang noch nicht zu weich war. Die Abfahrt erwies sich als weiteres Highlight: Zuerst etwas tricky zum Fahren, aber dann wartete ein 1A-Hang auf uns, und wir „cruisten“ fast endlos in die Tiefe bis wir irgendwann wieder auf der normalen Piste landeten.

Das war eine Weltklasse-Tour! Es waren alle anderen auch fantastisch, aber DIE – die erste 3’000ender – bei so klasse Bedingungen – wird sich speziell in unseren Erinnerungen einprägen 🙂

Relive ‚Skitour Piz Dolf‘